Michelin Power Cup / Slick Test

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Online seit: 25.06.2013

Testbericht

Michelin Power

Michelin Power

Power Cup und Power Slick im Test. Erfahrungsbericht zu den Michelin Rennstreckenreifen.

Power Cup und Power Slick im Test. Erfahrungsbericht zu den Michelin
Rennstreckenreifen.




























































 


Profilreifen
und Slicks für die Rennstrecke von Michelin im 1000PS Test
   
Das war ein
Einstand nach Maß. Michelin stieg 2012 neu in die heiß umkämpfte IDM
Superbike Serie ein und Erwan Nigon holte mit den französischen Gummis
auf seiner S 1000 RR sofort den Titel. Die Kollegen von Dunlop und
Pirelli knirschten mit den Zähnen und unkten auch, dass die Rennreifen
von Michelin relativ wenig mit den Serienpneus gemein haben.
Wir von 1000PS orderten 2 Garnituren Serienreifen. Einmal ein Set
Slicks und einmal einen Satz "Power Cup" Profilreifen. Wir probierten
die Reifen sowohl am Slovakiaring als
auch am Pannoniaring und brachten die Pneus ordentlich auf Temperatur -
über 30 Grad Lufttemperatur verzeichnete das 1000PS Thermometer.

Die ersten Kurven auf der GSX-R 1000 machten Laune. Denn die Michelin
Power Slicks Reifen bogen flink in den Radius. Kein Wunder - schon vor
der Montage erkannte man selbst als Laie, dass diese Reifen ein
besonders radikales Layout haben. Die Frontkarkasse ist besonders
spitz. Doch als ich begann die Schräglage zu steigern schob die Front
nach außen leichtes Chattering kam auf.






Michelin Power Cup / Slick im NastyNils Härtetest!




Auf der
GSX-R 1000 führen wir sämtliche Reifentests mit dem gleichen Setup
durch. Doch mit den Michelin Reifen muss man sich intensiver
beschäftigen. Der Reifen will geprügelt werden. Rollphasen mögen die
Michelin Slicks überhaupt nicht, sie verlangen nach einem radikalen
Fahrstil. Voll reinankern, hart umlegen, aufstellen und einschenken.
Eigentlich kein schlechter Stil für moderne 1000er, aber nix für lahme
Unterarme. Ein Telefonat beim 1000PS Fahrwerksberater Martin Bauer von
der Fa. Bikeperformance aus Eggendorf half weiter. "Die Michelin Pneus
sind etwas heikel was die Fahrwerksgeometrie betrifft. Versuch das
Fahrwerk so anzupassen, dass vorne etwas weniger Druck aufs Vorderrad
kommt und das Fahrwerk mehr Dämpfungsarbeit übernimmt. In Schräglage
ist die Karkasse besonders steif und gibt Bodenwellen ungefiltert
weiter. Also vorne Federvorspannung zurück nehmen und Druckstufe etwas
aufmachen."
Bauers Worte milderten die Lage deutlich. Man spürte dass die Michelins
immer noch eine harte Gangart bevorzugen, aber nun waren endlich
würdige Schräglagen möglich. Beide Reifen, also Slick und Profilreifen,
sind vom Stil her ähnlich. Der Slick noch einen Tick radikaler, beim
Gripniveau konnte ich offen gesagt keine dramatischen Unterschiede
feststellen. Traktion wie Grip waren sehr gut, als wir das Fahrwerk im
Griff hatten. Beim Handling kam uns die radikale Front in den
Wechselkurven und bei den schnellen Einlenkpunkten entgegen. Die
Laufleistung von den Slicks am eher fordernden Slovakiaring war richtig
gut, am Tag danach am Pannoniaring war es offen gesagt richtig heiß. Da
wäre eine noch weichere Mischung als "B" wohl besser gewesen.
NastyNils GSX-R 1000 Foto by Capt. Kuk
NastyNils mit GSX-R 1000 am Slovakiaring. Foto by CBR TReiber
Fazit:
Insgesamt ist der Michelin Reifen eher kein Reifen für Einsteiger und
Gelegenheitsfahrer. Zu komplex ist die Handhabung. Profis müssen sich
mit dem Fahrwerk und der Geometrie beschäftigen, dann haben sie eine
radikal handliche und ausdauernd performante Waffe zur Verfügung
Interessante Links:


Text: nastynils

Fotos:
1000ps


Weiterlesen...

Michelin Reifentest. Gefahren wurde zuerst am Slovakiaring, dann am Pannoniaring. Jeweils bei hohen Temperaturen über 30 Grad. Im Test: Michelin Power Cup, Michelin Power Slick.

Testbericht nachlesen: http://www.1000ps.de/testbericht-2357662-Michelin_Power